Werkgruppe

Magdalena Hohlweg im Atelier zeigt ihre gerahmte Assemblage mit dem Titel "Der Nabel der Welt"

Der Nabel der Welt

Unikat – inklusive Echtheitszertifikat
Gerahmt mit reflexarmem Museumsglas

Raum und Wirkung

Im Raum kann sich das Werk oft auf unterschiedliche Weise zeigen.

Größe, Abstand und Licht bestimmen, wie die Collagen wahrgenommen werden – nicht nur als isolierte Objekte, sondern als Teil einer Situation. Jedes Werk dieser Gruppe entfaltet für sich seine Wirkung oder kann als Ensemble an der Wand eine eigene kleine Ordnung bilden.

Die gezeigte Aufnahme vermittelt diese Beziehung und gibt vielleicht einen Eindruck davon, wie das Werk im Dialog mit seiner Umgebung steht – an der Wand platziert oder näher am Blick. Weitere Ansichten ermöglichen, Struktur, Details und Komposition genauer zu entdecken.

Gerahmte Gesamtansicht der Assemblage „Der Nabel der Welt“ von Magdalena Hohlweg

Perspektivwechsel

Manchmal trete ich vor die Tür und lasse die Welt auf eine Weise auf mich wirken, die über das Alltägliche hinausgeht. Vielleicht gelingt es mir, am Selbstverständlichen vorbeizusehen…

Unscheinbare Fragmente können sich plötzlich wie kleine Bodenschätze zeigen. Für die kleinsten Fundstücke gibt es dann einen Raum, in dem sie etwas anderes sein können. In dieser Verschiebung kann sich manchmal etwas Neues zeigen. Das Unscheinbare wirkt geheimnisvoll, das Weggeworfene scheint neue Geschichten zu erzählen.

Dann öffnet sich oft ein Raum, in dem ich neue Sichtweisen entdecken kann – auf das Material, auf die Welt und auf mich selbst.

Aus diesem Blick heraus entstehen Arbeiten wie diese Serie: kleine Setzungen, die den Blick vielleicht verlangsamen und ihm erlauben, Dinge neu wahrzunehmen. Im Nebeneinander der Collagen dieser Werkgruppe zeigt sich das besonders deutlich – Ähnlichkeiten scheinen hervorzutreten, Unterschiede werden spürbar, und der Blick kann beginnen, frei zu wandern

Zum Werk

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Nabel der Welt ist eine charakteristische Assemblage von Magdalena Hohlweg aus vielfältigen pflanzlichen und anderen eigenwilligen Fundstücken. Zwischen Gräsern, Samenkapseln und bizarren Naturfragmenten begegnen dem Betrachter kleinste Vogelwesen, die aus den ungewöhnlichen Formen der Fundstücke entstanden sind.

Im Zentrum dieser besonderen kleinen Welt steht das Fragment eines verlorenen Bauchnabelpiercings – ein geflügeltes Herz aus rosa Zirkonia, das zum Namensgeber des Werkes wurde.

Assemblage aus vielfältigen pflanzlichen und anderen Fundstücken · kleinste Vogelwesen · fertig gerahmt · Museumsglas

Ein unverwechselbares Werk aus der Serie „Federzeichen“ – typisch Magdalena Hohlweg.

Wirkung und Maßstab

Die Collage Der Nabel der Welt der Werkgruppe entfaltet ihre Präsenz oft erst im genauen Hinsehen. Die Arbeiten sind kleinformatig, bewusst zurückhaltend und laden zur Nähe ein. Erst beim Annähern offenbaren sich Struktur, Material und feine Nuancen.

Durch die Rahmung entsteht ein in sich geschlossener Bildraum, der wie ein eigenes Habitat wirkt. Organische Fundstücke und Alltagsfragmente begegnen sich als gleichwertige Elemente. Die überraschenden Kombinationen bilden ein Spannungsfeld, in dem Natur, Alltagsfragmente und Kunst nebeneinander bestehen können.

In der Serie verstärkt sich oft dieser Eindruck: Wiederkehr und Abweichung stehen nebeneinander, ohne sich zu erklären. Der Distanzwechsel – zurücktreten, näher kommen, vergleichen – kann Teil der Betrachtung werden.

Jedes Werk wird staubdicht gerahmt (reflexarmes Museumsglas) und kommt mit signiertem Echtheitszertifikat.

Ausschnitt der Assemblage „Der Nabel der Welt“ mit dem Fragment eines Bauchnabelpiercings und Pflanzenresten.

Ein kleines geflügeltes Herz aus rosa Zirkonia bildet den Ausgangspunkt dieser Assemblage. Gefunden in den Boberger Dünen in Hamburg, ist es das Fragment eines verlorenen Bauchnabelpiercings – und wurde zum Namensgeber des Werkes.

Der Bauchnabel markiert unseren persönlichen Ursprung, eine einstige Verbindung, die längst getrennt ist und dennoch sichtbar bleibt. In dieser Arbeit wird das kleine Schmuckfragment zum Mittelpunkt einer ganz eigenen Welt: einer Landschaft aus Gräsern, Samenkapseln, Pflanzenresten und kleinen Fundstücken, in der jedes Element seine eigene Geschichte mitbringt.

Materialien:

  • Gräser
  • Rosendorn – als Dornenvogel
  • gelbe Sittichfeder
  • Erlenfrucht – als Erlenzaunkönig
  • Mohnkapseln
  • Flatterulmensamen
  • Birkensamenblätter
  • Erbsenranken
  • Verpackungspapier
  • Keramikzigarettenfilter
  • Kontrollzettelchen mit der Nr. 49
  • weitere getrocknete Pflanzen- und Naturreste
  • Fragment eines verlorenen Bauchnabelpiercings mit rosa Zirkonia und silbernen Flügeln

„Nabel der Welt“ ist Teil der Werkserie „Federzeichen“. Aus dem zufälligen Fund eines kleinen Schmuckstücks entsteht eine vielschichtige Assemblage über Mittelpunkt, Ursprung und die Bedeutung, die Dinge erhalten, sobald wir beginnen, genauer hinzusehen.

Werkdaten

Werk Nr.: W08-2019
Eigenschaften Wert
Werktyp

Assemblage, Minaturcollage

Serie

Federzeichen

Material

Gefundene Pflanzenreste und Kleinstabfälle auf Aquarellpapier arrangiert und konserviert

Technik

Assemblage / Collage

Maße (Objekt)

ca. 12 x 11 cm

Passepartout

Säurefrei, naturweiß, Ausschnitt 19 x 19 cm

Glas / Schutz

Reflexarmes Museumsglas mit UV Schutz

Rahmen

Versilberter Holzrahmen

Gesamtmaß (inkl. Rahmung)

33 × 33 cm

Zustand / Verarbeitung

Staubdicht versiegelt, Aufhängung vorhanden

Aufhängung

Der Rahmen ist mit einer Einpunktaufhängung versehen

Edition

Unikat

Zertifikat

Echtheitszertifikat (signiert)