Wer ich bin
Ich bin Magdalena Hohlweg, Künstlerin für Collagen und Assemblagen aus Fundstücken.
Ich lebe und arbeite im Weserbergland, in Bad Pyrmont.
Viele meiner Materialien sind so klein und unscheinbar, dass man sie im Alltag kaum wahrnimmt: Samenkapseln, vertrocknete Pflanzenteile, Papierreste, Druckknöpfe oder andere zufällige Fragmente. Beim Spazierengehen, auf Waldwegen oder Bürgersteigen entdecke ich ständig kleine Überbleibsel.
Für viele sind es Krümel, Abfall oder triviale Reste. Für mich sind es mögliche Protagonisten. Unsere Welt ist eine wahre Wundertüte.
Aus scheinbar bedeutungslosen Fundstücken entstehen in meinen Arbeiten Miniaturcollagen und Assemblagen. Auf wenigen Quadratzentimetern wachsen daraus kleine Bildräume, in denen Naturfragmente, Fundstücke und Zeichnung miteinander reagieren.
Oder etwas einfacher gesagt:
Ich klebe ziemlich seltsame Dinge auf Papier – allerdings mit großer Hingabe.


Collage, Assemblage und Fundstück-Kunst
Meine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Collage, Assemblage und Fundstück-Kunst.
Ich arbeite mit sogenannten Objets trouvés – übersehenen Fundstücken aus Natur und Alltag: Samenkapseln, Pflanzenreste, Plastikfragmente, Papierschnipsel oder andere kleine Überbleibsel.
In der Tradition der Collage werden diese Materialien auf Papier zusammengeführt. Gleichzeitig folgen meine Arbeiten der Idee der Assemblage, bei der einzelne Fragmente zu neuen räumlichen Zusammenhängen kombiniert werden.
Mich interessiert dabei nicht nur das einzelne Objekt, sondern vor allem die Beziehungen, die zwischen den Dingen entstehen.
Aus scheinbar belanglosen Fragmenten entwickeln sich so Collagen aus Naturmaterialien, in denen kleine Bildräume entstehen und das Unscheinbare zum Protagonisten wird.

Zwischen Wunderkammer und Bildwelt
Anders als in historischen Sammlungen geht es mir jedoch nicht um das ordnende Präsentieren von Dingen. Ich deute die Fundstücke um, setze Fragmente aus verschiedenen Bereichen in neue Zusammenhänge und lasse sie miteinander kommunizieren.

Viele meiner Arbeiten erinnern auf den ersten Blick an kleine Naturalienkabinette oder Wunderkammern:
Auf wenigen Quadratzentimetern begegnen sich Fundstücke aus Natur und Alltag und entwickeln überraschende Beziehungen zueinander.
Jedes einzelne Teil betrachte ich dabei als skulpturales Element. Durch feine Strichzeichnungen werden Samenkapseln, Knospen oder andere Fundstücke zu eigenständigen Protagonisten erweitert – sie wachsen zu lebendigen Szenen zusammen, in denen sich unerwartete Begegnungen ergeben.
So entstehen Bildräume, die weniger einer Sammlung gleichen als einem lebendigen Habitat: Naturfragmente und Zivilisationsreste verlieren ihre ursprünglichen Grenzen und beginnen gemeinsam neue Geschichten zu erzählen.
Oder etwas einfacher gesagt: Ich sammle nicht nur Dinge – ich bringe sie miteinander ins Gespräch.

Wie meine Arbeiten entstehen
Die meisten Fundstücke begleiten mich lange, bevor sie ihren Platz in einer Arbeit finden.
Beim Sammeln interessiert mich zunächst ihre Form, ihre Oberfläche oder eine besondere Beschaffenheit. Erst später beginnen einzelne Fragmente miteinander in Beziehung zu treten. Dann entstehen Kombinationen, aus denen nach und nach kleine Szenen wachsen.
Die feinen Zeichnungen verbinden und erweitern die Materialien – aus einzelnen Fragmenten werden Figuren, Insekten, Vogelgestalten oder andere eigenwillige Charaktere.
Die Bildräume wirken auf den ersten Blick manchmal wie naturkundliche Studien. Erst bei näherem Hinsehen zeigen sich andere Zusammenhänge und überraschende Szenen.
Mich interessiert besonders das, was normalerweise kaum Beachtung findet. Viele dieser Dinge besitzen eine unerwartete Form, Struktur oder Eigenwilligkeit. In meinen Miniaturcollagen aus botanischen Fragmenten und Fundstücken dürfen sie genau das zeigen.

Kurzprofil für Galerie und Presse
Magdalena Hohlweg arbeitet mit Collage, Assemblage und Zeichnung. Aus botanischen Fragmenten, Samen und unscheinbaren Fundstücken entstehen Bildräume in unterschiedlichen Maßstäben, in denen sich Naturbeobachtung und Fantasie zu miniaturhaften Welten verdichten.
(Dieser Kurztext kann für Presse- oder Ausstellungskontexte verwendet werden)
In den 1990er-Jahren begann ich als Autodidaktin mit einer eigenen Keramik-Werkstatt in Dorsten und entwickelte Skulpturen in Aufbautechnik.
Nach einigen Jahren führte mein Weg zunächst in eine ganz andere Richtung: Von 2000 bis 2007 leitete ich ein Computerfachgeschäft. Die künstlerische Arbeit blieb jedoch ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und entwickelte sich in dieser Zeit in neue Richtungen weiter.
2008 zog ich nach Hamburg und kehrte schließlich vollständig zur Kunst zurück. Heute arbeite ich wieder als freischaffende Künstlerin, aktuell wohnhaft in Bad Pyrmont, Niedersachsen und entwickle meine Werkserie der [UN]scheinbaren Welten kontinuierlich weiter.
Als Autodidaktin nutze ich die Freiheit, Materialien und Methoden ohne feste Regeln zu kombinieren – ein Vorteil, den ich im Laufe der Zeit mehr und mehr zu schätzen gelernt habe, da ich mit Fundstücken arbeite, die sich ohnehin nur ungern an Kategorien halten.
Ausstellungen
Meine Arbeiten wurden mehrfach mit Publikumspreisen ausgezeichnet und 2018 für den Kunstpreis der Stadt Fürstenwalde nominiert.
Collagen aus der Serie der [UN]scheinbaren Welten waren unter anderem in Ausstellungen in Florenz und Venedig zu sehen sowie im Naturkundemuseum Bielefeld und in Museen in Bad Pyrmont und Bad Arolsen.
Mehr Informationen zu Ausstellungen und Projekten finden Sie hier. Hier
Einladung zum Entdecken
Die [UN]scheinbaren Welten wachsen ständig weiter – genau wie meine Sammlung eigenwilliger Fundstücke.
Wenn Sie neugierig geworden sind, können Sie meine aktuellen Arbeiten im Werkraum entdecken oder meinen Newsletter abonnieren. Dort erzähle ich gelegentlich von neuen Collagen, Ausstellungen und den Fundstücken, aus denen neue Mikrowelten entstehen.
Jedes Fundstück bringt seine eigene Geschichte mit – deshalb kann keine meiner Collagen ein zweites Mal entstehen.
