Ikone - Sweet Love

Mixed-Media-Collage „Ikone – Sweet Love“ auf schwarz bemaltem Abfallholz mit Madonna-Briefmarke, Tablettenverpackung, Patronenhülse und Kronkorken.

Diese kleine Ikone ist eine Arbeit, die über Jahre hin entstanden ist, indem sich Fundstück um Fundstück zusammenfand. Eine Arbeit, die mir am Herzen liegt.

Gerahmte Collage „Ikone“ von Magdalena Hohlweg in der Ausstellung [UN]scheinbare Welten, Museum Bad Pyrmont, 2023
Ikonische Rahmung für die Collage „Sweet Love“ im Museum Bad Pyrmont

Ikone „sweet love“, Größe ca. 17 x 26 cm, incl. Rahmung 60 x 80 cm 

Die Ikone war Teil meiner Sonderausstellung „Romantik 2.0“ im Schlossmuseum Bad Pyrmont 2023

Material – Fundstücke:
Bemaltes Abfallholz.
Eine flachgedrückte Patronenhülse als Krone.
Eine gestempelte Briefmarke „Sixtinische Madonna“.
Ein Rahmen aus einer Antibabypillenverpackung, gefüllt mit Schokoladenpapier.
Ein zerdrückter Kronkorken der Marke Astra Rotlicht.
Reste eines Kinderzopfgummis.
Beschriftetes Papier.

Madonna zwischen Verehrung und Begehren.
Zwischen Macht und Abhängigkeit.
Zwischen Kitsch und Erhabenheit.
Zwischen zuckersüß und bitter.

Hier treffen Antibabypille und Madonna aufeinander, Schokolade und Munition, Kindheitsreste und Erwachsenenrealität. Muttersein als Balanceakt zwischen Opferrolle und Superkraft, zwischen gesellschaftlichem Ideal und persönlicher Überforderung. Ein bisschen Heilige, ein bisschen Heldin, ein bisschen Hure.

Für unsere Mütter: widersprüchlich, müde, liebevoll, ironisch, kämpferisch, sentimental und erstaunlich widerstandsfähig. Eine Madonna, die man nicht anbetet, sondern ernst nimmt. Mütter weltweit verdienen Schutz und Unterstützung. Kindererziehung ist die Aufgabe einer ganzen Gesellschaft.

Mit den besten Wünschen

Magdalena

 

 


  • ,

    August - alles im Wandel

    Zwischen Sommerlicht und Umzugskartons Im August denke ich in der Regel schon wieder darüber nach, dass dieser Sommer bald zu Ende geht. Die Abende werden kürzer und kündigen bereits die nächste Jahreszeit an. In diesem Jahr nehme ich diesen Wechsel besonders deutlich wahr. Denn ich stehe vor großen Veränderungen: Im Oktober werde ich umziehen. Mit…

  • ,

    Juli – Der Nabel der Welt

    Ein geflügeltes Herz im Sand Mit einem Bauchnabelpiercing hatte ich an jenem Tag wirklich nicht gerechnet, als ich in Hamburg durch die Boberger Dünen schlenderte, ohne festes Ziel und ohne Eile – ein Zustand, der mir im echten Leben selten gelingt, sich beim Wandern aber leicht und wie von selbst einstellt. Ich bleibe stehen, wenn…

Meine Gedanken finden sich in meinen Arbeiten wieder.

Handverlesene Werke

Gedanken, Beobachtungen oder Fragen zum Text?

Schreiben Sie Ihren Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert