Diese kleine Ikone ist eine Arbeit, die über Jahre hin entstanden ist, indem sich Fundstück um Fundstück zusammenfand. Eine Arbeit, die mir am Herzen liegt.
![Gerahmte Collage „Ikone“ von Magdalena Hohlweg in der Ausstellung [UN]scheinbare Welten, Museum Bad Pyrmont, 2023](https://hohlweg.de/wp-content/uploads/2017/10/IkoneGerahmt-886x1200.jpg)
Ikone „sweet love“, Größe ca. 17 x 26 cm, incl. Rahmung 60 x 80 cm
Die Ikone war Teil meiner Sonderausstellung „Romantik 2.0“ im Schlossmuseum Bad Pyrmont 2023
Material – Fundstücke:
Bemaltes Abfallholz.
Eine flachgedrückte Patronenhülse als Krone.
Eine gestempelte Briefmarke „Sixtinische Madonna“.
Ein Rahmen aus einer Antibabypillenverpackung, gefüllt mit Schokoladenpapier.
Ein zerdrückter Kronkorken der Marke Astra Rotlicht.
Reste eines Kinderzopfgummis.
Beschriftetes Papier.
Madonna zwischen Verehrung und Begehren.
Zwischen Macht und Abhängigkeit.
Zwischen Kitsch und Erhabenheit.
Zwischen zuckersüß und bitter.
Hier treffen Antibabypille und Madonna aufeinander, Schokolade und Munition, Kindheitsreste und Erwachsenenrealität. Muttersein als Balanceakt zwischen Opferrolle und Superkraft, zwischen gesellschaftlichem Ideal und persönlicher Überforderung. Ein bisschen Heilige, ein bisschen Heldin, ein bisschen Hure.
Für unsere Mütter: widersprüchlich, müde, liebevoll, ironisch, kämpferisch, sentimental und erstaunlich widerstandsfähig. Eine Madonna, die man nicht anbetet, sondern ernst nimmt. Mütter weltweit verdienen Schutz und Unterstützung. Kindererziehung ist die Aufgabe einer ganzen Gesellschaft.
Mit den besten Wünschen
Magdalena

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