Neue Serie – Neue Liebe

Gerahmte Collage von Magdalena Hohlweg mit Vogelpaar aus Pflanzenresten – Miniaturkunst aus gefundenen Naturmaterialien.

Frisch aus dem Atelier -Collagen, Fundstücke und ihre Geschichten

Eine neue Serie entsteht: „Neue Liebe“ – geboren aus dem grauen Matschwetter der letzten Wochen. Zwischen Regen, Schneematsch und wenigen hellen Momenten hat sich die Kreativität einfach ihre Bahn gebrochen.
Die Essenz dieser Reihe liegt im Neubeginn und der Leuchtkraft des Allerkleinsten. So wie der erste Sonnenstrahl Hoffnung auf einen warmen Sommertag weckt, so ziehen hier die kleinsten Fundstücke als agile Vogelgestalten über die Bühne.

Collage von Magdalena Hohlweg mit Vögeln aus Pflanzenresten – Miniaturkunst aus gefundenen Naturmaterialien.
Neue Liebe

Die von mir entdeckten Vogelarten lassen sich nicht unterkriegen, sondern geben ihr Bestes, um dem Alltag ein kleines Leuchten abzutrotzen – auf ihre eigene Art.

Pflanzenreste auf Aquarell – und fertig?
Wie immer könnten wir die Betrachtung genau hier beenden. Andererseits beginnen doch gerade jenseits der großen Bühne der alltäglichen Dramen die feinsten und inspirierendsten Geschichten.

„Herz, mein Herz, warum so fröhlich,
So voll Unruh und zerstreut,
Als käm über Berge selig
Schon die schöne Frühlingszeit?“

Erste Strophe des Gedichts ‚Neue Liebe‘ (1837) von Joseph von Eichendorff.

Die Zeilen aus der Zeit der Romantik hat dem ersten Werk dieser Reihe den Titel gegeben.

Bei diesen Gestalten aus getrockneten Blüten musste ich an Silberreiher denken: Mit ihrem eleganten Federkleid stechen sie aus der tristen Landschaft hervor und waten gemessenen Schrittes durchs Schilf. Oder tanzen sie vielleicht Tango? Vielleicht wissen es die Teichhühner, die sich am unteren Rand der Szene im knorrigen Ufergehölz tummeln.

Gerahmte Collage von Magdalena Hohlweg auf Staffelei in Raum mit stilvollem Ambiente präsentiert.
Neue Liebe – Lieblingsplatz gesucht

Alle Szenen sind zusammengesetzt aus Überbleibseln, die ich irgendwo aufgesammelt habe: zwei Blüten, die auf einem Parkplatz lagen, ein verlorener Stern an der Bushaltestelle, eine Perle, die nur noch lose an einem Fädchen hing und sich in einer Ritze des Kopfsteinpflasters verfangen hatte – alles findet sich wieder in diesen zeitgenössischen Collagen – ein Reigen kleiner Zeitgeister.

Collage von Magdalena Hohlweg mit Vogelpaar aus Pflanzenresten – Miniaturkunst aus gefundenen Naturmaterialien.
Perlentaucher

Eine winzige Perle überstrahlt diese Szene. Noch nicht entdeckt? Sie ist auch so klein, dass vermutlich zuerst der rote Zwirnsfaden auffällt, mit dem sie am dünnen Vogelhals befestigt ist. Also noch einmal von vorn: Folge dem roten Faden und entdecke das Kleinod, das dieser neu aufgetauchten Vogelart ihren Namen gibt.

Vielleicht zeigt sich das Strahlen der Perle dann bald im Lächeln der Betrachterin und des Betrachters. Und eigentlich bleibt dann nicht viel mehr zu sagen als: „Ahhh“ und „Ohhh“. Denn dieses Schmuckstück möchte bewundert werden.

Die beiden staksigen Perlentaucher sind aus Blattknospen entstanden und haben ihre Flügel von Kartoffelkäfern verliehen bekommen. Der kleine Metallstern unten im Bild und auch die winzige Perle hingen einst gemeinsam an einem gerissenen Fädchen und wurden von mir aus einer Ritze im Kopfsteinpflaster geborgen. Ganz großes Kino (im handlichen Format) für die letzten Überbleibsel.

Jedes Werk erzählt seine eigene Geschichte, die darauf wartet, entdeckt zu werden – Augenzwinkern inklusive.

Collage aus Fundstücken mit Vogelarten aus Knospen und Pflanzenresten
Augenstern

Auch Augensternchen geraten manchmal aus dem Blickfeld.
Der kleine Metallstern am unteren Bildrand ist jedenfalls irgendjemandem verloren gegangen – unbemerkt, unterwegs einfach so liegengeblieben. Bis ich ihn vom Bürgersteig aufgehoben habe.

Nun hat er hier, im Refugium der kleinsten Arten, einen neuen Wirkungskreis gefunden. Und mal ehrlich: Was wären Lindensamenfinken, Berberitzenzeisige, Blattsprossenhüpferlinge und Rosenknospenstelzen ohne dieses besondere Sternchen?

Ein Zweiglein vom Hartriegel legt sich in sanfter Kurve um ihn, ganz so, als wolle es darauf achten, dass er nie wieder verloren geht. Ein winziger Lindensamenfink staunt über das Fundstück. Die anderen nehmen es erstaunlich gelassen – hier wundert sich offenbar niemand über irgendetwas.

Selbst das gelbe Papierfähnchen, einst Verpackungsmaterial, bleibt wie selbstverständlich an Ort und Stelle – wie angewachsen.

Habe ich zu viel geschwärmt? Vielleicht. Aber die ganze Szene wimmelt nun einmal von Augensternchen. Man kann gar nicht genau genug hinsehen.

Und wer weiß – vielleicht sucht gerade eines dieser Mikrokosmen ein schönes Zuhause. Ein Regal, ein Fensterbrett, ein freies Plätzchen an der Wand oder der Tisch neben dem Lieblingssessel wäre perfekt, um seine Lebendigkeit und seinen Glanz zu zeigen.

Apropos Glanz: Manches Insekt funkelt wie ein Diamant, andere bevorzugen eher ein Camouflage Outfit. Faszinierende Geschöpfe sind sie sowieso in ihrer unendlichen Vielfalt. Darum ist das nächste Werk dieser Reihe den Sechsbeinern gewidmet.

Ausschnitt einer Collage aus Fundstücken wie Schokoladenpapier sowie Pflanzenresten, die als Insektensammlung arrangiert sind.
Fundbericht Nr. 25, Ausschnitt
Collage aus Fundstücken wie Schokoladenpapier sowie Pflanzenresten, die als Insektensammlung arrangiert sind.
Fundbericht Nr. 25

Bonbonpapier, Schmuckreste, Papier, Lindensamen, Mohnkapseln, Berberitzen, Buchsbaumblätter und weitere Pflanzenreste. Punkt.

Gesichtet, gesammelt, klassifiziert.

Herausgekommen ist eine eigene, leicht verschobene Sicht auf die Dinge. Manche Details wollen einfach genauer betrachtet werden, jenseits allgemeingültiger Standards, um ihren wahren Glanz zu enthüllen. Die ersten vier Werke dieser neuen Gruppe sind nun auch in ihre passenden Rahmen gesetzt.

Jedes Werk erzählt seine eigene Geschichte, bringt seine Facetten ein zum Thema „Neue Liebe“.

Eine Auswahl der Arbeiten ist verfügbar; Informationen zu Preisen, Rahmungen und Verfügbarkeit sowie alle weiteren Daten finden Sie im privaten Werkraum.

Dort ist die aktuelle neue Serie versammelt. Der Zugang ist unkompliziert.

Einmal anmelden – und schon öffnet sich die Tür.

Ich freue mich, wenn Sie hereinschauen.

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Dort erfahren Sie zuerst von neuen Arbeiten, kleinen Serien, besonderen Details – und manchmal auch von dem, was zwischen zerknittertem Schokopaper und den allerletzten Pflanzenresten sonst noch so passiert.
Ich verspreche: kein Dauerrauschen, nur echte Neuigkeiten.
Ich freue mich, wenn wir in Verbindung bleiben.

Mit den besten Wünschen

Magdalena Hohlweg


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