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März – Die Kunst des Hinschauens

Collage von Magdalena Hohlweg mit Eulen, die aus Naturfundstücken entstehen

Zwischen Schwarz und Weiß

Die Wahrheit! Nichts als die Wahrheit

Wer künstlerisch arbeitet, merkt schnell: Es gibt unzählige Blickwinkel, nicht nur eine Wahrheit. Je nachdem, wie wir hinschauen und was wir zulassen, eröffnen sich neue Möglichkeiten. Genau das macht den März spannend: Übergänge bieten selten klare Antworten, und kreative Prozesse entfalten sich erst, wenn wir offen für mehrere Möglichkeiten bleiben. Manchmal liegen die spannendsten Entdeckungen genau vor unserer Nase, gerade wenn wir glauben, völlig im Dunkeln zu tappen.

Dieser Monat trägt für mich die Farbe der Erde: Braun – der Boden, der Vergangenes verarbeitet und in Kompost verwandelt hat. Das erdige Braun verbindet, ist Grundlage für vieles und hält Raum für alles, was kommen kann.

Auf Entdeckungsreise mit Materialien

Jedes Material, jede Technik trägt ihre eigene Geschichte. Ob Papier, Farbe, Holz, Ton oder Fundstücke – entscheidend ist das Zusammenspiel von Form, Farbe und Struktur, das Überraschendes entstehen lässt. Manches wirkt fremd oder fordernd. Ideen rascheln manchmal wie etwas Verdächtiges im Unterholz und entpuppen sich erst mit dem nächsten Schritt als Einladung, weiterzugehen, Neues auszuprobieren und eigene Wege zu erkunden.

Das weiße Blatt wirkt wie ein Acker im März: minimal vorbereitet, offen, bereit für Neues. Es fordert keine Heldentaten, nur Aufmerksamkeit. Wer sich darauf einlässt, betritt sein eigenes Gelände mit Windungen, Sackgassen, Lichtungen und überraschenden Quellen. Ein Schuss Humor hilft, sich im eigenen Ideen-Dschungel zurechtzufinden, Mut sowieso.

The Sacred Point of View

Der März führt zurück zu einer grundlegenden Einsicht: Alles beginnt mit der eigenen Perspektive. Bevor Neues wachsen kann, lohnt es sich, den Standpunkt zu klären. Welche Überzeugungen tragen mich? Welche habe ich übernommen, ohne sie zu prüfen? Welche Blickwinkel habe ich bisher übersehen?

Wer seine Beweggründe kennt, gibt den eigenen Ideen Halt und Orientierung.

Die Natur macht es uns vor: Erst wenn der Boden vorbereitet ist, keimt das Leben. Wer sich selbst erkundet, schafft den Boden für die eigene Entwicklung. Vielleicht ist der März deshalb ein Monat für Klarheit, für Fragen, die weiterbringen, und für Perspektiven, die man verteidigt, betrachtet, verwirft und erneuert.

Mut zum eigenen Blick

Jede Zeit hat ihre eigene künstlerische Färbung. Der März erinnert daran, dass die eigene Perspektive Ausgangspunkt für alles Weitere bleibt. Wer seinen eigenen Standpunkt ernst nimmt, hat bereits den entscheidenden Schritt getan: den Blick auf sich selbst gerichtet. Wer seine Beweggründe kennt, kann experimentieren, erkunden und neue Wege entwickeln.

Natur und Kunst wollen Aufmerksamkeit, Geduld und Neugier. Wer zu früh nach Perfektion sucht, übersieht oft die spannendsten Quellen, die direkt vor der eigenen Nase sprudeln. Ein bisschen Mut, ein Schuss Humor und die Bereitschaft, im eigenen Gelände zu forschen, reichen, um neue Nuancen zu entdecken, die sonst niemand gesehen hätte.

The Mirror of Art

Jedes Werk hält uns einen Spiegel vor, der mehr andeutet als erklärt, und genau darin liegt die Chance zum Weitergehen. Mit der Zeit wächst Orientierung, die innere Ausrichtung wird zum Kompass. Kunst wird so zu einem Raum, in dem Unterschiedlichkeit selbstverständlich ist und jede Art, etwas umzusetzen, ihre Berechtigung hat. Vielleicht beginnt Vielfalt genau hier: im Mut, die eigene Persönlichkeit wachsen zu lassen – und dabei locker Platz für alles andere im gemeinsamen Bild zu lassen.

Kunst hat einen Anspruch an uns: Sie verlangt die Bereitschaft zu Wachstum und Veränderung. Dieser Anspruch schickt uns auf unsere eigene Entdeckungsreise.

Jede Zeit hat ihre künstlerischen Facetten.

Hier findest Du den Einstieg

Und hier geht es zu den Impulsen, die jeder Monat mit sich bringt:

Kunst ist Vielfalt. Es ist Zeit für Kunst

Mit den besten Wünschen

Magdalena Hohlweg


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  • Mein Weg – Meine Kunst

    Kunst ist ein Grundrecht Es gibt unendlich viele Meinungen darüber, was Kunst ist, was sie darf, was sie soll, was sie muss.Definitionen und Urteile. Schulen, Strömungen und Maßstäbe. Ich habe lange gemeint, allen zuhören zu müssen, mich ihnen oder wenigstens einer von ihnen anpassen zu müssen. Manches hat mich inspiriert, manches eher gelähmt.Vor allem am…

Meine Gedanken finden sich in meinen Arbeiten wieder.

Handverlesene Werke

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